Typische Anwendungen von Schruppscheiben
Schruppscheiben werden vor allem zum Abtragen von Schweißnähten, Entgraten von Brenn- und Sägeschnitten sowie zum Anpassen massiver Metallkanten eingesetzt. Sie eignen sich für robuste Vorarbeiten, bei denen Material schnell entfernt werden soll und die endgültige Oberflächenqualität noch nicht im Vordergrund steht.
Schruppscheibe oder Fächerschleifscheibe?
Eine Schruppscheibe ist robust und für hohen Abtrag geeignet. Eine Fächerschleifscheibe arbeitet kontrollierter und erzeugt meist eine feinere Oberfläche. Für das Glätten sichtbarer Flächen oder Übergänge ist die Fächerscheibe oft angenehmer, für grobe Schweißnähte und starke Kanten dagegen die Schruppscheibe.
Schruppscheibe ist keine Trennscheibe
Dünne Trennscheiben dürfen nicht zum seitlichen Schleifen verwendet werden. Schruppscheiben sind dagegen konstruktiv für seitliche Belastungen ausgelegt. Die richtige Schutzhaube und sichere Zweihandführung bleiben dennoch unverzichtbar.
Durchmesser und Drehzahl
Scheibendurchmesser, Aufnahmebohrung und maximale Drehzahl müssen zum Winkelschleifer passen. Eine Scheibe darf niemals oberhalb ihrer Freigabe betrieben werden. Auch beschädigte, feuchte oder unsachgemäß gelagerte Scheiben sind auszusortieren.
Praxisgerechter Einsatz
Arbeiten Sie mit moderatem Druck und geeigneter Anstellung. Zu hoher Druck erhöht Wärme und Verschleiß, ohne den Abtrag proportional zu verbessern. Für ein feineres Ergebnis kann anschließend mit Fächerschleif- oder Schleifscheiben nachgearbeitet werden.
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